Was für ein Geschenk!

 

 

Liebe Jugendliche,

 

Mensch, war das ein Segen, dass man in den Sommerferien wenigstens etwas verreisen konnte: In Deutschland, ins europäische Nachbarland oder in den eigenen Garten oder auf den Balkon. Ich persönlich bin ja ein Fan des Reisens, aber auch des Segens und das möchte ich Euch kurz erklären.

 

Im Jugendbereich arbeite ich häufig mit Andachten, die sich deutlich von einem klassischen Gottesdienst unterscheiden. Vielleicht hast Du davon ja schon mal eine mitgemacht.

 

Für viele von Euch und auch für mich macht der traditionelle Sonntagsgottesdienst nicht den Hauptinhalt von Glauben aus.

 

Ich besuche gerne hin und wieder einen, feiere auch aktiv welche, aber es ist für mich oder für uns nicht der Kern von Gemeinde oder Glauben.

 

Schade finde ich es persönlich immer, wenn Menschen bei Gemeinde nur den Gottesdienst sehen und nicht den Rest, der auch mit viel Aufwand betrieben wird.

 

Wieso, weshalb, warum, das würde jetzt zu weit ausschweifen, denn ich möchte an dieser Stelle gezielt auf den Segen eingehen. Also zurück zu den Andachten. In diesen arbeite ich häufig mit Popsongs und mit Themen, bei denen ich denke, dass sie relevant für junge Menschen sind, euch beschäftigen. Und diese Andachten sind am Ende dann auch in der Umsetzung unterschiedlich, mal konsumiert man einfach nur, mal bringt man aktiv die eigene Meinung ein, mal gibt es eine kleine Aktion. Von einem traditionellen Gottesdienst bleibt dann allerdings relativ wenig übrig, kein Gebet, keine Kirchenlieder, kein Votum, keine Kollekte.

 

Aber der Segen, der schafft es eigentlich immer in diese Andachten, die auf Freizeiten Atempause heißen. Manchmal auch unterbewusst und nicht konkret so formuliert. Und das finde ich, ist das Schöne daran. Man kommt als Gruppe zusammen, hört zu, beteiligt sich vielleicht und am Ende geht man mit etwas auseinander, mit dem Segen und im besten Fall auch mit einem Mehrwert durch das Thema.

 

Und dieser Segen ist letztendlich ein Zuspruch, dass Gott bei Dir ist, egal wie traditionell Du Deinen Glauben ausübst oder auch nicht. Was für ein Geschenk!