Was bedeutet Frieden für mich?

Aus der Sicht der Religionen

 

Unser neues Jahresmotto „Gott spricht: Suche Frieden und jage ihm nach“ haben wir zum Anlass genommen, einmal über den Tellerrand zu schauen. Wie halten es die Religionen der Welt mit dem Frieden? Wir haben uns auf die Suche gemacht nach Menschen, die ihrer Religion verbunden sind, und sie nach ihrer persönlichen Haltung gefragt.

 

Wir lassen sie hier erzählen.

Canan Kalac, Muslima, Diplom Pädagogin, Religionswissenschaftlerin

Frieden bedeutet für mich: Shalom – Salam.

Den göttlichen Frieden in sich selbst erleben und diesen Gottesfunken mit anderen teilen.

Monthakarn Gräf, Buddhistin, Informatikerin

„Geht man den buddhistischen Pfad der Befreiung vom Leiden, dann findet man dabei auch seinen inneren Frieden. Wir Buddhisten suchen in der Tradition von Buddha den Weg, um uns selbst von Leid zu befreien und Frieden zu finden; das nennen wir ‚Erleuchtung‘. Schon das ist ein Beitrag zu einem friedlichen Miteinander. “

Werner Heidenreich, Buddhist

„Im Meditationsraum hängt eine Kalligraphie: Peace begins with your beautiful smile. Lächeln als Quelle friedlichen Miteinanders, Ausdruck einer freundlichen Haltung uns selbst und anderen gegenüber.“

Katrin Zetsche-Josten, Lehrerin für Christentum an der Grundschule der IFK

„Frieden heißt für mich, aus einer inneren Zufriedenheit heraus dem anderen in Liebe und Achtung zu begegnen. Aus der Selbstliebe heraus kann der wichtigste Grundpfeiler für Frieden, die Nächstenliebe, gelebt werden. Frieden fängt somit bei mir selber an und kann sich von dort heraus entfalten und sich in der Partnerschaft, Familie, Schule, Arbeitsstätte, Gemeinde … bis hin zum Weltfrieden fortsetzen.“

Rahel Avisidris, Israelische Jüdin, Religionslehrerin

„Wir spüren den Frieden, wenn wir am Shabat als Familie zusammen sind und Gott für seinen Segen loben. Als Mutter habe ich Angst, dass mein Sohn vom Militärdienst nicht mehr zurückkehrt. Frieden kann beginnen, wenn die Hamas uns nicht mehr bedroht. Ihre Raketen schaffen es bis in unsere Stadt.“

Naim Moghaddam, Bahai, Schüler

„Meine Religion lehrt, das Wohl des Menschengeschlechtes zu sichern, seine Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit unter den Menschen zu pflegen.“