Von allen guten Geistern verlassen?

 

 

Täglich – manchmal stündlich – erreichen uns neue Meldungen zur Entwicklung der Corona-Krise. Die Zahl der Neu-Infizierten steigt und leider sind auch viele Tote zu beklagen. Niemand kann in dieser Situation die Heilung eines erkrankten Menschen versprechen. Die Spitze der Pandemie ist noch nicht erreicht.

 

Deshalb frage ich frei nach den Worten aus dem „Zauberlehrling“: Sind wir denn nun von allen guten Geistern verlassen? Werden wir nur noch von den bösen Geistern der Krankheit und Ansteckung, Angst und Sorge, Pessimismus und inzwischen auch Aggression in Supermärkten beherrscht?

 

Diese bösen Geister nehmen sich zunehmend ihren Raum in unserem Alltag – aber nur dann, wenn wir sie auch lassen; wenn wir sie nicht mit den guten Geistern vertreiben.

 

Doch die guten Geister gibt es. Zahlreiche Menschen bieten in diesen Tagen ihre Hilfe an. Bisher nur namentlich bekannte Nachbarn bekommen plötzlich ein Gesicht und eine Stimme. Junge Menschen übernehmen den Einkauf für ältere oder kümmern sich um deren Haustiere. Regelmäßige Telefongespräche verhindern soziale Einsamkeit und bieten die Möglichkeit, um die Ängste auszusprechen.

 

Es sind so viele gute Geister in uns und unter uns, dass wir allen Grund haben, um auf den Sieg des Guten zu vertrauen. Und das umso mehr, weil wir als Christen nicht nur im Namen des guten Geistes der Menschlichkeit, sondern im Namen des Geistes Gottes unterwegs sind.

 

Unser „Gott hat uns nicht den Geist der Angst gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7)

 

 

Es grüßt Sie ganz herzlich

 

Ihre Pfarrerin Liane Scholz

Kontakt

Pfarrerin Liane Scholz

0221/ 50 46 28

liane.scholz@ekir.de