Unsere Wohnungen für Geflüchtete

 

 

Liebe Gemeinde,

 

nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit konnten wir die neuen Wohnungen termingerecht am 1. April 2020 an die Stadt Köln übergeben. Für Mitte Juni war bereits ein Fest geplant, um unsere neuen Nachbarn willkommen zu heißen, aber leider war es der Stadt nicht möglich, zeitgerecht den Kücheneinbau in den Wohnungen zu organisieren.

 

Mitte Juni war auch das endlich geschafft und die ersten Bewohner sollten einziehen. Bei einer Kontrolle am Tag zuvor stellte man fest, dass der Neubau unter Wasser stand, was erhebliche Schäden verursacht hatte: Große Katastrophe – der Neubezug
musste wieder verschoben werden! Mitte September waren die Sanierungsmaßnahmen soweit abgeschlossen, dass die ersten zwei Familien in das ehemalige Pfarrhaus einziehen konnten. Lange hatten sie auf ihr neues Zuhause warten müssen.

 

Die Freude war groß! Alle Familien waren schon seit mehreren Jahren im Raum Köln in Gemeinschaftsunterkünften oder Hotelzimmern untergebracht. Im umgebauten Pfarrhaus wohnt jetzt eine Familie aus dem Irak mit 2 kleinen Kindern und eine Frau aus Ghana mit 4 Kindern. Bei fünf Kleinkindern im Alter von 0 bis 4 Jahren geht es sehr lebhaft und gelegentlich auch recht laut zu. Dennoch gibt es schon einige nette Kontakte mit den Bewohnern des angrenzenden Seniorenhauses.

 

Einige Wochen später konnten auch im Neubau die ersten von fünf Wohneinheiten bezogen werden. Dort lebt ein älteres Ehepaar aus Syrien, eine Familie mit 2 Kindern aus Albanien, eine Frau mit 2 Kindern aus Tadschikistan und eine Familie
aus Serbien, ebenfalls mit 2 Kindern.

 

Die letzte freie Wohnung wird voraussichtlich Ende Januar bezogen. Alle neuen Mitbürger sind sehr glücklich über ihr neues Domizil und fühlen sich wohl in Widdersdorf! In ihrer Namen möchte ich allen Menschen für ihre große Unterstützung an Sach- und Möbelspenden danken, die ich weitergeben konnte.

 

Die sehr spärliche Grundausstattung durch die Stadt Köln konnte so bedarfsgerecht weitgehend ergänzt werden. Neben Spielzeug und Kleidung für die Kinder gab es zu Weihnachten auch einige Tannenbäume, die die Widdersdorfer Dorfgemeinschaft für die Familien gestiftet hat. Auch dafür: Danke!

 

Die Corona-Pandemie macht das Leben für uns alle schwierig. Gesellige Kontakte, Gespräche bei Kaffee und Kuchen oder Veranstaltungen, die dabei helfen, unsere neuen Nachbarn in die Gemeinde zu integrieren, sind derzeit leider nicht möglich.

 

Ich hoffe, dass sich die Corona-Lage vielleicht schon mit Beginn der Sommermonate soweit entspannt hat, dass wir die Kontakte vertiefen können. Angedacht sind unter anderem Gesprächskreise, Hilfen zur Verbesserung der Sprachkenntnisse und die Einbindung von Kindern und Jugendlichen in die Veranstaltungen und Angebote im Gemeindehaus. Und dann kann auch das Nachbarschaftsfest stattfinden, um einander besser kennenzulernen. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben!

 

Anette Milnikel

 

Ihre Angebote jegicher Art zur Unterstützung der Menschen in unseren Wohnungen koordiniert

Anette Milnikel

0163 / 266 74 69

anette.milnikel@ekir.de