Schutzkonzept

 

 

Wie im letzten Gemeindebrief bereits kurz berichtet, hat die Gemeinde ein eigenes Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt erarbeitet und im März im Presbyterium beschlossen.

 

Danach wurden noch einige Korrekturen eingearbeitet. Jetzt möchte ich die Existenz dieses Konzeptes in unserer Gemeinde bekannt machen.

 

Der Kerninhalt des Konzeptes ist die Prävention, alles dafür zu tun, dass kein Raum für sexualisierte Gewalt bereitet wird. Aber es gibt natürlich auch eine Handlungskette für den Fall, dass ein Verdachtsfall besteht oder geäußert wird. In diesem Falle gibt es ein geschultes  Interventionsteam auf Kirchenkreisebene und eine Meldepflicht an die Fachstelle der Landeskirche.

 

Da ein Schutzkonzept an sich nicht ausreichend ist, schulen wir in nächster Zeit alle haupt- und ehrenamtlich in Leitungspositionen tätigen Menschen, die in unserer Gemeinde auftreten, sofern sie das noch nicht sind. Dabei wird lediglich im Schulungsumfang unterschieden, ob man in der Kinder- und Jugendarbeit auftritt oder nicht.

 

Zusätzlich gibt es zwei Zusatzvereinbarungen, die wir mit diesen Menschen abschließen, um sie für das Thema zu sensibilisieren, aber auch in die Pflicht zu nehmen.

 

Bei Aktionen mit Übernachtungen in der Jugendarbeit haben wir schon lange ein erweitertes Führungszeugnis eingefordert, dies betrifft nun alle Bereiche.

 

Dabei ist uns wichtig, kein Gefühl des Generalverdachtes oder des Misstrauens zu schüren, sondern lediglich keinen Menschen die Plattform zu bieten, die sich in diesem Kontext bereits etwas zu Schulden haben kommen lassen und natürlich präventiv zu arbeiten.

 

Im Idealfall sorgt die Prävention des Konzeptes dafür, dass sexualisierte Gewalt kein Thema in unserer Gemeinde ist. Das Konzept sowie Infomaterial zum Thema findet Ihr sowohl im Kirchenladen als auch im Gemeindehaus in analoger Form. Auf unserer Homepage wird es dann auch digital zu finden sein.

 

Solltet Ihr oder sollten Sie in unserer Gemeinde leitend tätig sein, dann kommen wir nach den Sommerferien auf Euch und Sie zu und holen die erforderlichen Dokumente ein. Die Schulungen verzögern sich aktuell leider, da der Fokus darauf liegt, diese live durchzuführen und nicht digital. Diese finden gemeindeextern statt.

 

Es wird mehrere Angebote geben und eine dafür geschulte Person wird diese durchführen.

 

Bei Fragen stehen wir Ihnen und Euch natürlich gerne zur Verfügung!

 

Noël Braun

 

 

 

Wo finde ich was?

 

Weitere Infos und Beratung zu sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche und der Diakonie: www.ekir.de/ansprechstelle/

Hier gibt es alle Infos, die für den Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland relevant sind.

 

www.anlaufstelle.help

Die zentrale Anlaufstelle „Help“ bietet unabhängige Information für Betroffene.