Paul Jasper Wesenburg

 

 

Bei der letzten Presbyteriumswahl im Frühjahr 2022 wurde Cordula Sidenko neu ins Presbyterium gewählt. Bereits vor Ihrer Wahl hat sie die Gemeindearbeit mit vielen kreativen Ideen bereichert. Leider hat sich Cordula Sidenko im Sommer dazu entschlossen, das Presbyteramt aus persönlichen Gründen abzugeben. Wir bedauern das sehr!

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die vielen Impulse, die sie sichtbar und nachhaltig in der Gemeinde gesetzt hat. Im nächsten Gemeindebrief finden wir hoffentlich Gelegenheit, dazu ausführlicher zu berichten.

 

An dieser Stelle stellt sich nun Paul Jasper Wesenburg vor, der vom Presbyterium auf die frei gewordene Stelle berufen wurde. Die Einführung von Paul Wesenburg findet am 1. Advent, um 11:00 Uhr, im Gottesdienst im Gemeindehaus statt.

 

Ich heiße Paul Jasper Wesenburg, in der Konfiarbeit auch „PJ“. Ich bin 18 Jahre alt und lebe in Widdersdorf. Momentan mache ich mein Fachabitur in Deutz und plane, danach Architektur oder Rettungsingenieurswesen zu studieren. In meiner Freizeit zeichne ich, fahre Rad und verbringe viel Zeit mit meinen Freunden.

 

 

 

Was sind Deine Aufgaben in der Gemeinde bis jetzt gewesen?

 

Seit 2018 bin ich nun Teamer in der Konfiarbeit. Seit Ende 2021 bin ich dann auch im Kinder- und Jugendausschuss, sowie Delegierter für die Jugendverbandsvollversammlung, um dort unsere Gemeinde zu vertreten.

 

Was macht die Arbeit und das Mitgestalten des Gemeindelebens deiner Meinung nach so wichtig?

 

Einerseits, damit wir eine Gemeinschaft bleiben. Andererseits sollen die Mitglieder unserer Gemeinde sich wohlfühlen, ein abwechslungsreiches Angebot haben und die Gemeinschaft erleben können.

 

Was erhoffst Du dir von deiner Mitgestaltung durch das Presbyterium?

 

Ich erhoffe mir, dass ich die Gemeinde mit meinem Engagement so weit positiv beeinflussen kann, dass sie sich auch in 10, 20, 50 oder gar 100 Jahren noch so prächtig entwickelt.

 

Was ist Dein größter Wunsch für die Gemeinde?

 

Eigentlich ein ganz einfacher Wunsch: Alle Menschen in unserer Gemeinde sollen sich bei uns wohlfühlen.

 

Gibt es etwas, was Du verändern möchtest?

 

Ich würde mich freuen, wenn wir wieder mehr junge Menschen in das Gemeindeleben holen und sie für die ehrenamtliche Arbeit begeistern können. Ich denke, dass gerade auch junge Menschen sich mit der Pandemie immer und immer mehr entfremdet haben.

 

Seit 2019 hat die Jugendsynode beschlossen, dass junge Menschen unter 27 Jahren nicht „nur“ als Jugendvertreter, sondern mit vollem Stimm- und Rederecht an den Entscheidungen im Presbyterium teilhaben können. Was wird sich deiner Meinung nach durch diese Entscheidung „von oben“ verändern?

 

Ich denke, dass mehr Themen, die junge Menschen interessieren und ihnen am Herzen liegen, auf die Tagesordnung kommen. Beispielsweise: „Kirche-Klimaneutral!“ oder auch „Kirche-off en für alle!“. Es wird insofern etwas verändern, als dass nun die Gemeinde der Zukunft eine Stimme bekommt. Die Generation, die hoffentlich auch in Zukunft weiterlebt.

 

Glaubst Du, eine solche Entscheidung verändert die Sichtweise junger Menschen auf die Kirche und/oder die Gemeinde?

 

Ich glaube, nicht direkt, jedoch kann die Gemeinde jungen Menschen damit beweisen, dass ihnen etwas an ihnen liegt.

 

Was bedeutet Dein Amt deiner Meinung nach in Bezug auf die Partizipation von jungen Menschen an Kirche und Gemeinde? Was muss sich in dem Bereich vielleicht noch ändern?

 

Ich denke, dass es ein guter Schritt ist, sich in der Gemeinde zu integrieren. Ich kann vielleicht noch ein wenig mehr junge Menschen vertreten und deren Stimme repräsentieren. Vielleicht kann ich noch andere in meinem Alter dazu ermutigen, sich zu engagieren. Das würde mich zumindest sehr freuen.

 

Ich denke, man sollte jungen Menschen, die Gemeindearbeit ein wenig attraktiver präsentieren, damit sie die Chance bekommen, sich für ihre Themen stark zu machen.

 

Was war Dein schönstes Erlebnis, das Du in der Gemeinde hattest?

 

Wenn ich an das schönste Erlebnis denke, das ich in der Gemeinde hatte, muss ich an meine letzte Konfifahrt denken. Das war am Ende meiner eigenen Konfirmandenzeit. Am letzten Abend in Jünkerath haben die Teamer selbst Brot gebacken und zusammen haben wir Tische aufgebaut und anschließend dieses Brot in einem Abendmahl gegessen. Das war ein richtiges „Abend-Mahl“ und man konnte sich so gut vorstellen, was es bedeutet, als Gemeinschaft zusammenzukommen und gemeinsam zu essen. Das würde ich super gerne noch einmal machen.

 

Was ist Dein Lieblingszitat?

 

„Nicht mit meinem Salz“ (PJ, Sardinien 2019)

 

Hast Du einen Lieblingsgottesdienst oder eine Zeit/Jahreszeit, in der Du besonders gerne in den Gottesdienst gehst?

 

Ich denke, definitiv der Karnevalsgottesdienst. Dann ist die Stimmung immer so ausgelassen und die Bedeutung „Gottesdienst feiern“ wird nochmal ganz anders.

 

Du bist ja schon seit einigen Jahren in der Jugendarbeit tätig. Gibt es da ein Erlebnis, was dir besonders in Erinnerung bleiben wird?

 

Die Sardinien-Freizeiten waren etwas Besonderes, weil ich da mit meinen Urlaubsfreunden zusammen an diesem wirklich schönen Ort war. Das ist, als würde man „Gemeinschaft“ nochmal auf eine andere Art und Weise erleben. Zum Beispiel das gemeinsame Kochen, die Pizza und natürlich Noëls Risotto. Und zu meinen wirklich allerliebsten Erinnerungen gehört der Ausflug nach Alghero.

 

Was sollte man Deiner Meinung nach unbedingt gelesen haben?

 

„Kurze Antworten auf große Fragen“ von Stephen Hawking. Eine Frage, mit der sich Stephen Hawking darin beschäftigt, ist, wie Theologie und naturwissenschaftliche Erkenntnisse nebeneinander stehen können, ohne sich gegenseitig auszuschließen.

 

Das Gespräch führte Theresa Waldvogel