Weltgebetstag aus Vanuatu: „Worauf bauen wir?“

 

 

Wo ist denn Vanuatu?

 

„Jedes Jahr wird der Weltgebetstag in einem anderen Land vorbereitet. Dieses Jahr haben ihn christliche Frauen aus Vanuatu für uns vorbereitet.“ Mit diesen Worten beginnt der Entwurf für den diesjährigen Gottesdienst…

 

2019 Slowenien, 2020 Simbabwe. Alles bekannt, aber wo liegt Vanuatu? Ergebnis der Recherche: Ein „Südseeparadies“ zwischen Australien und Neuseeland. Ein Land aus lauter Inseln, 67 davon sind bewohnt, ein Paradies mit blauem Meer und Korallen, Traumstränden und Regenwald.

 

Menschen leben seit 4.000 Jahren in dem kleinen Inselstaat mit seinen heute 260.000 Einwohnern. Eine parlamentarische Demokratie, hervorgegangen aus britisch-französischer Kolonialherrschaft. Rund 80 % der Bevölkerung ist christlich. 110 verschiedene Muttersprachen gibt es. Früher kommunizierten die Menschen über rituelle Zeichnungen, wenn sie einander verstehen wollten. Die Rate der Analphabeten liegt bei 25 %.

 

Die Wirtschaftsdaten sprechen nicht für übermäßigen Wohlstand oder einen zu großen ökologischen Fußabdruck. Landwirtschaft und Fischerei sind die wichtigsten Erwerbsquellen, auch für den Export. Jedoch sorgt das eine oder andere Kreuzfahrtschiff für eine Invasion von Tagestouristen, immerhin 125.000 im Jahr 2014. Die Folge: ein geringes Wachstum im Dienstleistungssektor.

 

Vanuatu – ein bescheidenes Paradies? Ja, wäre da nicht der Klimawandel, der die Länder des globalen Südens durchschnittlich mit größerer Härte triff t als uns im globalen Norden.

 

Das Plakat für den Weltgebetstag zeigt eine stillende Mutter, die sich schützend über ihr Kind beugt. Die gebogene Palme im Hintergrund verrät den Grund: Wirbelstürme bedrohen das Paradies! Traumatisch war die Erfahrung der Menschen im März 2015: Der Zyklon Pam wütete mit bis zu 300 km/h über der Inselgruppe. Die kleine Hauptstadt Port Vila wurde fast vollständig
zerstört.

 

Der ansteigende Meeresspiegel bedroht – wie so oft im Süden – die Wohnorte der Bevölkerung, die v.a. an den Küsten liegen.

 

„Worauf bauen wir?“ – Das Motto des Weltgebetstages lässt in diesem Kontext viele Assoziationen zu: In Corona-Zeiten wird deutlich, wie wichtig es ist, dass wir uns darüber klar werden, was unser Leben wirklich trägt. In der Ära des Klimawandels werden wir Europäer gefragt, welche Politik und welche Art des Wirtschaftens wir unterstützen, damit die bescheidenen Paradiese der Erde bewohnbar bleiben.

 

„Worauf bauen wir“ – das heißt letztlich: Wofür entscheide ich mich? Wofür stehe ich ein? Was riskiere ich? Und was trägt mich bei alledem?

 

Rolf Lenhartz

Termine des ökumenischer Weltgebetstag der Frauen

In Widdersdorf St. Jakobus
(open air)

am 05.03.2021

um 17:00 Uhr

 

 

 

Präsenz-Gottesdienst für Geyen, Sinthern und Manstedten

in St. Nikolaus in Brauweiler

am 05.03.2021

um 18:30 Uhr 

 

Anmeldung bis spätestens 03. 03.2021 im Pastoralbüro der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Brauweiler-Geyen-Sinthern

per E-Mail:

pastoralbuero@abteigemeinden.de

oder per Telefon:

022 34 / 8 22 48

 

Der Gottesdienst wird aber auch live über den youtube-Kanal der Abteigemeinden gestreamt und kann online Zuhause mitgefeiert werden.

Der Link zum Gottesdienst