Nadine Pisaric ist neu im Presbyterium

Jetzt ein „Muss“ in der Evangelischen Kirche: Junge Menschen im Presbyterium.

 

 

Einer von vielen besonderen Menschen in unserer Gemeinde ist Nadine Pisaric. Sie bringt sich aktiv und intensiv in unserer Gemeinde ein.

 

Eigentlich wollte Nadine sich schon bei der letzten Wahl des Presbyteriums aufstellen lassen, sorgte sich dann aber um den Zeitaufwand und die Verantwortung. Jüngst, ein Jahr später, ist sie als weiteres Mitglied des Presbyteriums zur Jugendpresbyterin ernannt worden. Dort tritt sie vor allem für die Belange von Kindern und Jugendlichen ein und bringt eine weitere Perspektive in die Diskussionen und Entscheidungen des Presbyteriums mit. Heute ist sie glücklich, diesen Schritt gegangen und ihrem Verantwortungsbewusstsein gefolgt zu sein. Dieses stellte sie im Juli ebenfalls unter Beweis, als Nadine mit ihren jungen 21 Jahren die Kinderfreizeit eigenverantwortlich leitete.

 

Derzeit absolviert sie ein Dualstudium im Bereich Soziale Arbeit und Management. Wir haben Nadine mit einigen kurzweiligen Fragen ausgehorcht. Viel Spaß beim Kennenlernen von Nadine.

 

Presbyterin zu sein, heißt in erster Linie…

 

etwas bewegen und mich für etwas einsetzen.

 

Deine schönste Erinnerung?

 

Kann ich gar nicht genau definieren. Aber meine schönsten Erinnerungen hängen meistens mit den Ferienfreizeiten zusammen, die ich mit geleitet habe. Das ist für mich einfach immer eine unvergessliche Zeit.

 

Du kannst Dich am besten entspannen…

 

bei einem Hörbuch oder einer guten Serie.

 

Können Worte bewegen?

 

Auf jeden Fall. Worte sind sehr machtvoll. Schade ist es nur, wenn sie negativ verwendet werden, um damit Menschen zu schaden.

 

Wenn Du 3 Dinge heute auf die Arche Noah mitnehmen dürftest, dann…

 

abgesehen von meiner Familie einen Baum oder eine Blume (für den Neuanfang), ein Kanu für kleine Abenteuer (wenn ich mal Pause oder Ruhe
brauche) und Sonnencreme (man weiß ja nie).

 

Wie würdest Du einem Kind den Tod erklären?

 

Ich würde den Tod als etwas ganz Natürliches und Alltägliches erklären und sagen, dass der Tod nicht das Ende ist, da die Seele weiter lebt.

 

Über was kannst Du Dich am meisten freuen?

 

Am meisten freue ich mich, wenn ich Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen kann, aber auch Zeit für mich habe. Sonst kann man mich immer für eine gute Lasagne begeistern.

 

Was kann die Ev. Kirche heute für den Gläubigen sein?

 

Rückhalt und eine Gemeinschaft.

 

Hat die Kirche eine Zukunft?

 

Ja, aber ich glaube, die Kirche erlebt über die Jahre einen Wandel. Ich glaube, sie wird digitaler und richtet sich mehr an Kinder und Jugendliche.

 

Braucht der Mensch Traditionen/Religion?

 

Unterschiedlich. Ich denke, für manche Menschen ist der Glaube ein fester Bestandteil des Lebens und für andere ist er eher ein Mythos, der hinterfragt wird. Trotzdem: der Glaube wird immer ein Thema der Gesellschaft sein.

 

Wenn Du einen Wunsch frei hättest, dann …

 

würde ich mir wünschen, dass Menschen und Tiere nicht mehr leiden müssen und jeder die gleichen Rechte und Werte hat. Keiner soll mehr diskriminiert werden, nur weil er ,,anders“ oder ,,besonders“ ist.

 

Was sind die nächsten Themen, die Du gemeinsam mit der Gemeinde umsetzen möchtest? Oder für welches Problem suchst Du aktuell eine Lösung?

 

In unserer Gemeinde wird schon viel für die Kinder und Jugendarbeit getan. Das möchte ich unterstützen, eigene Ideen und Vorschläge mit einbringen. Kinder und Jugendliche sind die Zukunft.

 

Wie kam es, dass Du Dich so intensiv in der Gemeinde engagierst?

 

Nach meiner Konfirmation wollte ich eine Gruppe lang Konfirmandenteamer sein. Das habe ich auch mit ein paar Freunden gemacht und hatte so viel Spaß dabei, dass ich einfach da geblieben bin. Über die Jahre habe ich auch bei den Sardinienfreizeiten teilgenommen, als Teilnehmerin und danach als Teamerin. Ich habe gemerkt, dass mir das Leiten und Organisieren dieser Fahrten viel Spaß macht und freue mich im Sommer 2021 meine eigene kleine Kinderfreizeit der Kirchengemeinde leiten zu können.

 

Dann wollte ich auch einen näheren Blick hinter die Kulissen kriegen und bin deswegen seit 2017 Teil des Kinder und Jugendausschusses, habe beim Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt geholfen und bin jetzt seit Ende Mai Teil des Presbyteriums.

 

Gibt es etwas, bei dem unsere Leser Dich bei deinen Bemühungen unterstützen können?

 

Unterstützen nur in dem Sinne, Ideen mit mir zu teilen. Und an den Aktivitäten und Freizeiten, die wir anbieten, teilzunehmen. Ich glaube, dass wir als Gemeinschaft und als Gruppe sehr viel erreichen können. Jeder trägt seinen Teil dazu bei und nur so erreichen wir etwas.

 

Jonas Heinrich