„Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt“

 

 

Dieses Zitat stammt aus einer Predigt im Abschlussgottesdienst des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2019 in Dortmund.

 

Aus dem Satz wurde ein Projekt der Evangelischen Kirche: „#WirschickeneinSchiff .“ Ein Schiff sollte gekauft und umgebaut werden, um die zivile Seenotrettung im Mittelmeer zu unterstützen. Binnen kurzer Zeit entstand ein breites Aktionsbündnis, das weit über die Grenzen der evangelischen Kirche hinaus Unterstützende fand. Derzeit sind 709 Organisationen als Bündnispartner gelistet.

 

Die „seawatch 4“, ein ehemaliges deutsches Forschungsschiff , ist nach aufwändigen Umbauten seit August 2020 im Mittelmeer unterwegs und konnte bereits mehr als 500 Menschenleben retten.

 

Die „sea-eye 4“ ist seit Anfang 2021 als zweites Schiff dazugekommen. Das ehemalige Versorungsschiff der Off -Shore-Industrie ist im Winter zu einem Rettungsschiff umgebaut worden. Es bietet viel Platz für die Erstversorgung geretteter Menschen. Die Krankenstation verfügt über einen modernen Standard und ist auch auf potentielle Corona-Fälle vorbereitet.

 

Zur Durchführung von Rettungseinsätzen verfügt die sea-eye 4 über zwei Kräne, die die zwei schnellen Einsatzboote sicher zu Wasser lassen können. Im Einsatzfall nähern sich die Einsatzboote den Menschen in Seenot, verteilen Rettungswesten und evakuieren die seeuntüchtigen Boote. (www.united4rescue.com).

 

Rolf Lenhartz