Gemeindearbeit in Corona-Zeiten, geht das?

Natürlich geht das!

 

 

Mit dem Lockdown – Mitte März – schlossen sich die Türen unserer Gemeindezentren für alle öffentlichen Veranstaltungen. Und doch wurde hinter den verschlossenen Türen – weiterhin – gearbeitet. An der Produktion der Online-Gottesdienste waren zahlreiche Menschen zu unterschiedlichen Zeiten beteiligt. Und auch sonst gab es immer noch genug zu tun, so dass alle hauptamtlich Mitarbeitenden von der Kurzarbeit verschont geblieben sind.

 

Zwei Monate später – Mitte Mai –  öffneten sich die Türen dann wieder nach und nach. Den Anfang machten die Präsenzgottesdienste. Danach folgten noch vor Beginn der Sommerferien verschiedene Gruppenangebote. Und da das Wetter durchgehend sommerlich war, konnten sogar die Chöre wieder mit ihren Proben beginnen. Natürlich fanden alle Veranstaltungen unter Einhaltung der jeweils aktuellen Schutzmaßnahmen statt. Soweit möglich trafen sich die Menschen draußen oder bei weit geöffneten Türen und Fenstern in den Räumen.

 

Seit August sind wir als Gemeinde nun wieder mit fast allen Angeboten am Start. Sogar drei Freizeiten konnten in dieser Zeit durchgeführt werden. Natürlich gehört immer ein Hygienekonzept dazu und die Verpflichtung, Regeln konsequent einzuhalten. Das hat auch zur Folge, dass seit Ende der Sommerferien beim Besuch eines Gottesdienstes um vorherige Anmeldung gebeten wird, um sicherzustellen, dass es genügend Plätze gibt.

 

Covid 19 verändert unseren Alltag in allen Bereichen. Von daher müssen auch wir als Kirchengemeinde darauf reagieren. Mit der Offenheit gegenüber Veränderungen werden wir neue Wege finden, um die Angebote unserer Gemeinde lebendig zu halten. Die Fotos geben einen kleinen Einblick in das, was trotz Corona möglich war. Wir meistern die neuen Herausforderungen und wünschen uns den Mut und die Kraft für alle, den Herausforderungen mit Lösungen zu begegnen!

 

Die Redaktionssitzungen für die diesjährigen Gemeindebriefe mussten anders als gewohnt stattfinden. War es für uns bislang üblich gemeinsam um einen großen Tisch zu sitzen und uns intensiv auszutauschen, mussten wir uns nun an riesige Abstände gewöhnen. Wir wollten bewusst auf eine Onlinelösung verzichten, weil wir viel und kontrovers diskutieren und unsere Effizienz  nicht verlieren wollten.

 

Seit März treffen wir uns daher im Gemeindehaus und nicht mehr bei einem der Mitglieder zu Hause am großen Tisch. Natürlich war es gemeinsam an einem Tisch persönlicher und näher, aber wir haben festgestellt, dass es auch in der neuen Formation viel Spaß macht. Wer sich von seinem Tisch wegbewegt muss eine Maske tragen. Ein, ganz wesentlicher Punkt,
der durch die veränderten Rahmenbedingungen aufkam: Wir müssen lauter sprechen!

 

Im Mai ging es endlich wieder los mit den Präsenzgottesdiensten. Grundsätzlich in Frage kommen hierbei nur zwei Szenarien. Zum Einen viel Abstand in Gemeindehaus oder Kirchenladen. Je häuslicher Gemeinschaft entstand eine Sitzgruppe. Zum Anderen gibt es die Möglichkeit von Gottesdiensten im Freien. Auch hier natürlich mit Abstand. Hinzu kommt die vorherige Anmeldung und die starke Begrenzung von Teilnehmenden. Vieles anders, doch nur so konnten bereits nach zwei Monaten Präsenzgottesdienst-Pause wieder gemeinsam Gottesdienste gefeiert werden.

 

Der Singschule kam das gute Wetter ebenfalls zu Gute. Eine wirklich tolle Lösung waren die auf dem Bild sichtbaren Ringe. So war für alle klar, wo darf ich stehen und singen. Gemeinsames Singen und Musizieren ist Balsam für die Seele und insbesondere in herausfordernden Zeiten ein wesentlicher Beitrag zur Glückseligkeit.

 

Im Frühjahr konnte sich noch keiner so recht vorstellen, wie Gemeindefahrten, wie Jugendfreizeiten stattfinden können. Intensive Auseinandersetzung mit den Hygieneregeln und aktive Lösungsfindung konnten auch das möglich machen. Tolle Leistung!

 

Neben Freizeiten wurden auch andere Exkursionen wieder aufgenommen. Hier am Beispiel einer 39+ Exkursion. Hier bei einer Führung durch die Kirche Christi Auferstehung in Lindenthal. Diese Fotos sind nur ein Ausschnitt und stehen stellvertretend für viele weitere Beispiele. So finden seit Anfang August auch wieder Seniorennachmittage statt. Glücklicherweise haben wir die Möglichkeiten, große Räumlichkeiten nutzen zu können, sodass Abstandregeln und Hygienekonzepte einfacher eingehalten werden können.

 

Die Veränderungen setzen aber vor allem Bereitschaft aller Beteiligten voraus., denn gemeinsam können wir das Aufrechterhalten der Angebote möglich machen. Indem wir Rücksicht aufeinander nehmen, Regeln einhalten und die Verantwortlichen bei der Einhaltung der Hygienekonzepte unterstützen.

 

Jonas Heinrich