Gemeinde als Ansprechpartner

 

 

Liebe Gemeinde,

 

alles neu, ja, das trifft gerade in einem großen Umfang auf meine Arbeit zu und damit bin ich sicherlich nicht alleine hier. Meine Arbeit als Jugendleiter besteht aus Beziehungsarbeit und dem Treffen von Menschen, aus Interaktion und Gemeinschaft. Dies ist schwieriger geworden, aber alles andere als unmöglich. Wie bei vielen Dingen im Leben haben Situationen häufig zwei Seiten einer Medaille. Die eine brauche ich keinem zu beschreiben, die erleben wir gemeinsam Tag für Tag.

 

Neuer Jugendraum

 

Endlich sind wir auf der Zielgeraden und bekommen einen richtigen, selbständigen Jugendraum, den wir gestalten können. Der Rohbau ist fertig und nun heißt es: Ideen finden, umsetzen, anpacken, und hoffentlich ist dann bald schon Neueröffnung. Sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich diese bekanntgeben.

 

Digitaler Jugendtreff

 

Obwohl das Gemeindehaus und der Kirchenladen geschlossen sind, geht unsere Jugendarbeit weiter! So gibt es seit der ersten Woche den Jugendtreff in digitaler Form per Video-Chat. Dies war am Anfang und ist es heute noch, sehr gewöhnungsbedürftig und solch ein Treffen läuft auf komplett andere Art und Weise ab als in der realen Form. Schnell konnte ich erste positive Effekte wahrnehmen: zum einen hat man jetzt viel eher die Möglichkeit teilzunehmen, wann und wie man möchte, und zum anderen können nun junge Menschen daran teilnehmen, die sonst keine Zeit haben oder nicht mehr in der Gemeinde wohnen. Auch gibt es die Möglichkeit ganz andere Aktionen zu machen und man hört sich tatsächlich viel eher zu und lässt andere viel eher aussprechen.

 

Das Ganze hat allerdings auch ein ganz großes ABER. Die Feststellung der Jugendlichen und von mir ist, dass es reale Treffen auf gar keinen Fall ersetzen kann. Und diese Erkenntnis finde ich überragend, weil dieses kontaktlose Miteinander auf irgendeine Art und Weise Auswirkungen auf das Miteinander in Zukunft haben wird. Somit ist der digitale Jugendtreff eine Möglichkeit, aber kein Ersatz in Zukunft. Wer Informationen dazu haben möchte, sollte in unsere WhatsApp Gruppe kommen, indem man mich unter 01520 / 475 87 54 anschreibt.

 

Podcast

 

Eine weitere Alternative ist ein von Christopher und mir gegründeter Podcast. Wir sind Jugendleiter in diversen Gemeinden in Köln und Umgebung und uns gibt es nun schon in zweistelliger Folgenanzahl auf die Ohren. Der Podcast heißt Jukeboxev und ist auf Spotify, Apple Music oder Spreaker (gratis) zu finden. Jukeboxev steht für Jugendkeller aus der Box evangelisch, so wie dieser Podcast nun mal ist. Für alle Jugendlichen und jung gebliebenen Erwachsenen. In den Folgen wird gekocht, ein Thema behandelt, eine Person angerufen, Spiele gespielt und am Ende gibt es eine kurze Andacht. Wieso, warum und ist das cool?

 

Einfach mal reinhören, Fan werden oder auf Stopp drücken. Natürlich auch mit einer gewissen Portion an Ironie und Humor. Auf Instagram gibt es dazu immer alle Neuigkeiten unter Jukeboxev_podcast. Auf die Ohren mit Christopher und Noël. Mal sehen, vielleicht überlebt dieses Format auch in einer geöffneten Zukunft?

 

Gemeinde als Ansprechpartner

 

Mir als Jugendleiter ist die Situation zuhause enorm wichtig. Auf der einen Seite stelle ich positiv fest, dass der reale Kontakt nicht ersetzbar ist, auf der anderen Seite muss ich aber auch feststellen, dass dies dazu führt, dass Jugendliche, aber auch ältere Menschen darunter sehr leiden. Hinzu kommen eventuell auch neue Familiensituationen und diese können dann je nachdem auch noch mit Zukunftsängsten, Frust und somit einem großen Leid verbunden sein. Als Gemeinde sind wir auch schon vorher ein Ansprechpartner in solchen Situationen gewesen und werden es auch in Zukunft gerne weiterhin sein.

 

In manchen Situationen benötigt es darüber hinaus allerdings explizit geschulte Experten, auf die ich an dieser Stelle auch schon hinweisen möchte: siehe unten.

 

Bleibt optimistisch!

 

Mein Herz schlägt in der Jugendarbeit logischerweise am höchsten auf Freizeiten. Mein Ziel ist es, so wenige wie möglich abzusagen und abgesagte durch andere Orte oder Aktionen zu ersetzen. Egal wie gut Familien funktionieren und wie positiv man aus der Situation kommt: den Kindern und Jugendlichen würden Sommerfreizeiten guttun, davon bin ich überzeugt.

 

Liebe Gemeindemitglieder, ich freue mich, Sie und Euch alle wieder live zu sehen und egal, wann das ist: manchmal führt ein Down einem vor Augen wie sehr man den realen Kontakt zu Menschen braucht. Ich wünsche Ihnen allen eine gute Portion Optimismus, dass Sie ihre Eltern und Ihr Eure Großeltern bald wieder in den Arm nehmen könnt.

 

Noël Braun

 

 

     Gewalt gegen Frauen:

     0800 / 116 016

 

     Sexueller Missbrauch:

     0800 / 225 55 30

 

     Nummer gegen Kummer:

     116 111 für Kinder und Jugendliche

     0800 / 111 05 50 für Eltern

 

     EKD Notruf für Opfer von sexualisierter Gewalt:

     0800 / 504 01 12