„Diakonie – was habe ich davon?“

 

 

Diakonie – ach ja, das ist das, wofür einmal im Jahr an der Haustür gesammelt wird – und dann noch in jedem Gottesdienst. Alle wollen immer nur Geld! … und was habe ich davon?

 

Diakonie, das heißt „Dienst“ und betrifft immer die praktische Arbeit, vor Ort oder aber auch gebündelt in überregionalen Projekten wie das Haus für Obdachlose in Köln, Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Altenheime und vieles mehr.

 

Was das konkret bedeutet, habe ich selber im ersten Lockdown erfahren: Einen hochbetagten Angehörigen in einem kirchlichen Heim konnten wir nur deshalb besuchen, weil dieses Heim sich einen eigenen sozial-diakonischen Mitarbeiter leistet. Er hat sich Zeit für die Angehörigen genommen, Termine gemacht, die Besuchsräume hergerichtet und desinfiziert, die Bewohner geholt und wieder zurück gebracht… Ohne ihn hätten wir monatelang das Heim nicht betreten können – und bezahlt wird das aus Kirchensteuermitteln!

 

Ach so – Sie haben keinen Angehörigen im Heim? Das betrifft Sie nicht? Diakonische Arbeit geschieht nicht nur in Heimen – und glauben Sie  mir, das kann schneller gehen als Sie denken, dass Sie für Ihre Eltern, für andere Angehörige, für sich als Alleinerziehenden oder als Familie  plötzlich und ungeplant Hilfe brauchen – schnell ist man da überfordert!

 

Wir in unserer Gemeinde haben mit Anette Milnikel, oben auf dem Bild, ebenfalls eine sozial-diakonische Mitarbeiterin, die dann zur Stelle ist, wenn Sie für sich selber oder für einen Angehörigen plötzlich Hilfe benötigen: Wüssten Sie z.B. ad hoc, welche Hilfen es gibt, damit Senioren in  ihrer gewohnten Umgebung bleiben können? Fragen sie Frau Milnikel!

 

Noch etwas finde ich wichtig: Wenn irgendwo Hilfe benötigt wird, können wir auf eine erkleckliche Anzahl an Ehrenamtlichen zurückgreifen. Den Kontakt zu diesen Ehrenamtlichen bauen wir in unserer Gemeinde vor Ort auf – ohne die Gemeinde gäbe es sie nicht! So vermehrt sich jeder Kirchensteuergroschen, der in die Gemeinde fließt, und bildet auch in zinsarmen Zeiten viel menschliches Kapital, von dem jeder  profitieren kann!

 

Sabine Blume