Der Schutz von Menschen ist uns wichtig

 

 

… und bei dieser Aussage geht es um Menschen jeden Alters. Klar, mein Fokus als Jugendleiter liegt bei den jungen Menschen; deshalb möchte ich hier ganz speziell auf den Schutz von Schutzbefohlenen, also Kindern und Jugendlichen, eingehen.

 

Am 09.03.21 hat das Presbyterium ein Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt für die Gemeinde beschlossen. Vorangegangen ist ein  umfangreicher Bearbeitungsprozess einer Arbeitsgruppe, die sehr vielfältig aufgestellt war. So gab es Vertreter*innen aus Presbyterium, Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen, anderen Arbeitsgruppen, verschiedener Geschlechter und von jungen bis alten Menschen.

 

Dieses Konzept wird schon sehr bald veröffentlicht. Darin geht es vor allem auch um Prävention. Alle Ehrenamtler*innen und  Hauptamtler*innen, die unterschiedlichste Aufgaben in der Gemeinde übernehmen, müssen in Zukunft ein erweitertes Führungszeugnis  abgeben, eine Selbsterklärung ausfüllen, eine Schulung zum Thema besuchen und sich mit dem Beschwerdemanagement vertraut machen. Der Fokus liegt ganz klar auf Prävention.

 

Kann man sein Kind gutes Gewissens für eine Freizeit in unserer Gemeinde anmelden?

 

Ich persönliche denke: Ja! Für Ferienfreizeiten mit Jugendlichen und Kindern lassen wir uns seit 2017 ein erweitertes Führungszeugnis von allen Betreuer*innen vorlegen.

 

Außerdem sind die Betreuer*innen pädagogisch geschult. In den Vorbereitungstreffen wird das Thema Nähe und Distanz und der professionelle Umgang mit Teilnehmer*innen aufgegriffen. Auf den Ferienfreizeiten, die ich begleite, findet auch jede Nacht ein ausführlicher Austausch im Team statt und da geht es auch immer um die Belange der Teilnehmer*innen.

 

Diese Freizeiten sind häufig sehr intensiv, da man aus dem Alltag entschwindet und das mit allen etwas macht. Am Anfang solch einer Fahrt sind meist die Probleme, Ängste, Nöte oder Sorgen aus dem Alltag vorhanden. Diese werden dann meistens nach drei/vier Tagen abgelöst von Entspannung.

 

Was ich damit sagen möchte ist, dass wir auf den Freizeiten immer auch Probleme von Jugendlichen mitbekommen, sie jemanden zum Reden suchen. Und das Gute daran ist, dass sie sich selber die Gesprächsperson aussuchen können und nicht eine vorgegeben bekommen. Durch diese niedrige Hürde landen erfahrungsgemäß viele Probleme schnell bei den Betreuer*innen. Eine niedrige Hemmschwelle sich zu äußern, ist neben Prävention meines Erachtens das Wichtigste.

 

Noël Braun