„Dafür bin ich noch zu jung!“ Keinesfalls!!!

 

 

Dieses sind allzeit aktuelle Themen, die keineswegs nur Senioren angehen. Es ist verständlich, dass sich niemand vorstellen mag, dass sich das Leben jederzeit durch Krankheit oder Unfall komplett ändern oder gar enden kann.

 

Wir hören es täglich in den Nachrichten und erleben es im eigenen Umfeld: Durch einen Unfall oder Krankheit werden Menschen aus ihrem normale Leben gerissen und können nicht mehr selbständig handeln oder Entscheidungen treffen. Wir sind betroffen, aber es betrifft uns nicht, aber jeder von uns sollte sich darüber im Klaren sein, dass so ein Schicksal jeden jederzeit treffen kann.

 

Es ist verständlich, dass es Angst macht, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, und deshalb wird es gerne verdrängt. „Et hätt noch immer jot jejange“, sagt man hier in Köln. Das wünschen wir uns alle, aber was passiert, wenn nicht? Was sollen Ehepartner, Angehörige, Kinder oder Eltern tun? Was wird aus einer Familie mit minderjährigen Kindern? Wer soll Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen? Grundsätzlich gilt: Wer nicht handelt, der wird behandelt!

 

Wenn Sie keine Verfügungen getroffen haben, wer Ihre persönlichen Wünsche und Angelegenheiten regeln soll und wie er das tun soll, dann sind Ihren Angehörigen oder Freunden die Hände gebunden. Sie haben auch keinen Anspruch auf Auskunft von Ärzten oder Behörden. Das wissen viele nicht. In so einem Fall wird ein Richter darüber entscheiden, wer für Sie die Entscheidungen trifft und eine gesetzliche Betreuung anordnen.

 

Bitte denken Sie darüber nach, ob Sie das so möchten! Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind ein schwieriges Thema, aber die schlechteste Lösung ist sicher, sich gar nicht damit zu beschäftigen.

Anette Milnikel

 

Drei wichtige Formulare

Drei Formulare sollte man ausfüllen, und zwar lange, bevor man absehbar krank wird, am besten schon in jungen Jahren:

 

Mit der Vorsorgevollmacht kann bestimmt werden, welche Vertrauensperson (Personen) Aufgaben und Angelegenheiten regeln sollen.

 

Bei einer Patientenverfügung legt man selbst fest, welche lebenserhaltenden bzw. lebensverlängernden Maßnahmen im Ernstfall getroffen werden sollen.

 

Die Betreuungsverfügung ist eine Vorgabe für eine möglicherweise notwendige gerichtliche Betreuung.

 

Info-Abende zum Thema

Das Ausfüllen der Formulare ist zugegebenermaßen nicht immer ganz einfach. Was man ausdrücken will und was man als Laie zu Papier bringt, kann manchmal Fallstricke bergen.

 

Sinnvoll ist immer, sich beraten zu lassen. Wir haben fachkundige Referenten eingeladen, die Ihnen Informationen geben und Ihre Fragen beantworten können. Für alle Vollmachten gibt es juristisch anerkannte Vordrucke und Formulare, derer man sich bedienen sollte. Diese können Sie sowohl an den Info-Abenden als auch bei Anette Milnikel bekommen.

 

Sinthern: 08.07.2019, 20:00 Uhr

Widdersdorf: 10.07.2019, 20:00 Uhr

 

Um eine Unkostenbeteiligung auf Spendenbasis wird gebeten.

 

Anmeldung bei Anette Milnikel

Anette Milnikel

Sozial-diakonische Mitabeiterin der Gemeinde Ichthys

anette.milnikel@ekir.de

0163 / 266 74 69